Geschichte


Geschichte....mit Würze. Vor 15 Jahren noch wurden in der Giesserei von Hand Metalllegierungen zu Armaturen verarbeitet. Die Arbeiter wischten sich den Schweiss von der Stirn, wenn sie das Metall im mächtigen Schmelzofen schmolzen. 1910 hatte die Firma Nyffenegger & Co. AG in Oerlikon die Arbeit aufgenommen; 1996, 86 Jahre später, zog der Betrieb in einen Neubau um.

Zurück blieb die alte Fabrik - verwaist. Von der Wand bröckelte die Farbe, Manometer, Rohre, Schmelzofen, Ventile blieben als Relikte aus vergangenen Tagen zurück. Im Bauch der Giesserei war es seltsam still. Doch noch im gleichen Jahr kehrte pulsierendes Leben in die Fabrik zurück. Der Künstler Lukas Hofkunst veranstaltete illegale Partys, lud in die Sonntags-Wirtschaft, eine einzigartige Lounge für Menschen, die im Alltag nicht das Alltägliche suchen. Lounges gab es nachher noch viele, keine aber war so einzigartig wie die der Giesserei.

1997 beginnt eine neue Ära. Unternehmer Ursin Mirer führt die Giesserei aus der Illegalität in die Legalität. Dies mit Unterstützung der Hauseigentümerin Nyffenegger & Co. AG und dem Künstler Lukas Hofkunst. Fest steht von Anfang an: Das postindustrielle Ambiente der Giesserei soll erhalten bleiben. Die Farbe darf also weiter von der Wand bröckeln. Manometer, Rohre, Ventile, offene Sicherungskästen, Schmelzofen (heute der offene Kamin) müssen nicht weichen. Mit anderen Worten: Das was war, soll entscheidend zum Neuen beitragen – renoviert wird da, wo es unbedingt notwendig ist. 1999 empfängt die Giesserei als Restaurationsbetrieb die ersten Gäste legal. Raum um Raum wird erobert – auf die sanfte Tour.

2003 schreibt die GIESSEREI ein neues Kapitel. Unternehmer Michael Bellert kann als neuer Partner gewonnen werden und mit ihm wird der Umbau der Werkstatt und Terrasse realisiert. Heute verschmelzen industrielle Vergangenheit und stilvolle Gegenwart in der von Designer Alfredo Häberli gestalteten Werkstatt, die Gäste der Giesserei geniessen – das schmackhafte Essen, die lauschige Terrasse mit Kräutergarten, die aussergewöhnliche Aura der alten Eisenschmiede. In der Tat wirken die Räume in der bald 100-jährigen Fabrik noch so, als hätte der letzte Arbeiter gerade erst seine Lochkarte in die Stempeluhr gesteckt. Dies ist das Verdienst des Giesserei-Teams und ihres Cheftrios Ursin Mirer, Michael Bellert und Hans Nyffenegger. Ihr Credo, das Alte zu ehren, authentisch und innovativ zu sein, ehrliche Küche zu bieten, verfolgen sie unermüdlich. Am Anfang stand die Vision – nun ist sie Wirklichkeit. Überzeugen Sie sich selbst, liebe Gäste, wir freuen uns auf Sie.